Skizzenbuchreport {Nr.1}

Ich habe mir vorgenommen, in unregelmäßigen Abständen – genauer gesagt: wenn ein Skizzenbuch voll ist – eine Bilanz zu ziehen. Reflektion geht schließlich Hand in Hand mit Weiterentwicklung, oder?  Ich glaube außerdem, dass es mir hilft, meine Gedanken und Erkenntnisse diesbezüglich zu strukturieren.

Qualität

Fangen wir mit dem zu Grund liegenden Material an. Gefüllt habe ich ein Daler-Rowney Graduate Skizzenbuch A4 Querformat mit 46 Blättern. Ich war sehr zufrieden damit, denn das Preis-Leistungsverhältnis ist top. Das Papier ist ganz nach meinem Geschmack weder zu glatt noch zu körnig, sodass ich sowohl mit Bleistift als auch Tuschestiften und Pinsel gut darin arbeiten kann. Fazit: ein super Allzweckskizzenbuch für mich!

Der einzige kleine Negativpunkt: Das Querformat hat sich als unpraktisch erwiesen, weil das Skizzenbuch auf dem Tisch immer zu viel Platz wegnimmt und unterwegs unhandlicher ist.

Zeit

Im November 2014 fand die erste Zeichnung ihren Weg hinein, Ende Oktober 2015 die letzten Skizzen – es hat also wieder fast ein Jahr gedauert. Zu meiner Verteidigung bringe ich vor, dass ich in der Studiumsendphase das Skizzenbuch wochen- und monatelang nicht angerührt habe. Erst seit der Japanreise (März 2015) hab ich es regelmäßig benutzt. Beim nächsten Mal geht das hoffentlich schneller.

Inhalt

Ich habe wirklich damit gearbeitet. Das bedeutet: Ideen reinschreiben, Ideen entwickeln – das Bloglogo ist beispielsweise direkt darin entstanden. Ich war außerdem nicht zimperlich und habe Seiten herausgerissen, wenn ich sie als Vorlage für Inktober-Bilder haben wollte oder habe alte Zeichnungen einfach überarbeitet und meine eigenen Fehler korrigiert. Als kein Platz mehr war, habe ich auf alte Seiten noch etwas neues daneben gequetscht. Dieses Chaos führt allerdings dazu, dass ich nie eines dieser tollen „Schaut in mein Skizzenbuch“-Videos machen könnte, wie ich sie mir auf Youtube gern ansehe. (Jetzt mal ehrlich, warum sind die alle nur so ordentlich?!)

Weiterentwicklung

Für diesen Punkt habe ich mir alte Skizzenbücher angesehen und kann sagen: man sieht den Fortschritt. Es hat sich eine größere Sicherheit eingestellt und Gesichter sowie Körper sehen bedeutend besser aus. Außerdem brauche ich nicht mehr für alles eine Vorlage, sondern zeichne mehr aus dem Kopf. Verbesserungsbedarf gibt es natürlich weiterhin an allen möglichen Fronten.

Lieblingsseite

Objektiv gesehen gibt es definitiv schönere Seiten. Ich mag diese hier allerdings, weil ich versucht habe, den gleichen Charakter mehrmals und in verschiedenen Altersstufen zu zeichnen. Und ich weiß noch, wie viel Spaß ich an dem Abend daran hatte!

Wie ich bereits erwähnte – die meisten Seiten sehen aus wie ein Sauhaufen.

Zufriedenheit

Die ersten Zeichungen in diesem Skizzenbuch berühren mich schon wieder peinlich, aber es gibt auch einige, auf die ich stolz bin. Und hey, alle Seiten sind hinten und vorne bezeichnet. Die Tage, in denen ich meine Skizzenbücher schmählich verwahrlosen lies, sind noch gar nicht so lange her. Ich stelle es also jetzt ins Regal und freue mich!

Der Nachfolger ist heute übrigens endlich mit der Post gekommen: (/^▽^)/

6 Comments

  1. Jenni Ko 10. Dezember 2015 at 19:48

    Danke für den Einblick in dein Skizzenbuch! Ich liebe sowas ja auch total. Hab kürzlich auch erst wieder ein neues angefangen. Mal schauen, wie lang ich dafür brauche! 😀

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  2. chrissi 12. Dezember 2015 at 20:16

    Deine Arbeitsweise in deinem Skizzenbuch erinnert mich an mein eines Büchlein. (Bzw. es ist schon das 2.) A6-Hochformat und darin gibt es von Skizzen bis Notizen alles drin – und genau dieses Arbeiten sorgt dafür, dass ich mit diesem Büchlein keine "Hemmungen" habe. Ich hab allerdings auch noch solche "ordentlichen" Skizzenbücher, die brauchen aber immer Jahre, bis sie voll sind. 😉 Kurz: Ich finde es gut, wenn etwas mehr Leben in einem Skizzenbuch herrscht. So entstehen gute Ideen. 🙂 Arbeitest du eigentlich immer mit A4? Hatte mir mal eins zugelegt und mir war es viel zu groß. :-/

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    1. Alex 13. Dezember 2015 at 7:51

      Früher hatte ich auch hauptsächlich A5 und A6 Skizzenbücher und dachte, dass ich es nicht größer brauche. Die sahen auch viel ordentlicher aus, weil meistens eine Zeichnung pro Seite war. Allerdings habe ich es nach einigem Sträuben doch mal mit A4 versucht, weil manchmal mehr Platz notwendig gewesen wäre. Ich hab mich irgendwann daran gewöhnt und sogar Gefallen daran gefunden. Meistens sind die Zeichungen immer noch recht klein, dafür dann eben mehr nebeneinander. Ich mag es außderdem, zusammengehörige Skizzen auf einer Seite oder Doppelseite zu haben. Es eignet sich auch besser für meine "chaotische" Arbeitsweise, hab ich das Gefühl 🙂 Das ist letztendlich immer eine Sache der Präferenz. Manche Künstler haben ja sogar A3 Skizzenbücher!

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  3. Meike Werner 18. Dezember 2015 at 6:28

    Die Skizzenbücher von Daler-Rowney sind auch meine Lieblinge. Momentan versuche ich meine ganzen angefangenen Bücher auch mal zu Ende zu führen.

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  4. Moony 28. Juli 2017 at 14:41

    Hallo Alex!Toller Beitrag über dein Skizzenbuch. Schön, dass du auch ein bisschen zum Skizzenbuch erzählst. Ich habe für mein erstes Skizzenbuch (http://wp.me/p7xLo9-id) viel länger gebraucht und bin nun bei meinem zweiten Buch, welches auch immer mitreisen darf. Es füllt sich doch eindeutig schneller. Liegt aber auch daran, dass ich in der letzten Zeit häufig an Challenges teilgenommen habe.Hast du auch an Challenges teilgenommen?Viele Grüße Moony

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    1. Alex 29. Juli 2017 at 7:21

      Hallo und willkommen auf dem Blog :)Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch nicht an Challenges teilgenommen. Ich habe mir dann erst 2016 die Herausforderung gestellt, wirklich jeden Tag zu zeichnen.

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