Ursprünglich sollte dieser Beitrag "Meine guten Vorsätze" heißen beim genaueren Nachdenken kam mir die Formulierung aber zu schwammig vor, denn zu schnell bleibt es beim Vorsatz ohne Umsetzung. Für die Erreichung eines Ziels dagegen muss man einen Plan aufstellen. Und ich liebe Pläne! Strukturiert zu arbeiten gibt mir Sicherheit und teilt anfangs riesig scheinende Aufgaben in kleine Schritte, die nicht mehr so gruselig sind.

Nach einem guten Start im letzten Jahr möchte ich auch 2017 weiter aktiv an mir arbeiten. Folgende Herausforderungen habe ich mir dafür gestellt:

1. Fertige Illustrationen

Als gegen Ende des Jahres viele Künstler ihre Kunstübersichten gepostet haben, wurde es mir wieder schmerzlich bewusst: Ich mache absolut NIE etwas fertig! Bis auf die Inktober-Illustrationen besitze ich kein einziges auch nur ansatzweise vollendetes Bild. Über die Skizzen- oder gar Ideenphase geht es selten hinaus. Woher dieses Zögern kommt? Zum großen Teil bin ich einfach unsicher, wie man ein Bild "fertig" macht, will heißen: Mir fehlt das Handwerkszeug für ein überzeugendes Rendering.

Dennoch will ich mir Jake Parkers kluge Worte zum Mantra machen: Fertig ist besser als perfekt! Jeden Monat soll mindestens eine vollständige Illustration entstehen, schon allein, um mich in diesen Prozess einzufinden.


2. Grundlagen

Das führt uns gleich zum nächsten Punkt, die allseits gehassten aber unglaublich notwendigen Grundlagen. Ich habe mal scharf darüber nachgedacht, was ich für meine bevorzugten Themen am dringendsten lernen möchte:

  • Anatomie von Körper und Gesicht
  • Licht und Schattierung 
  • Kleidung & Gegenstände (Meine Figuren brauchen schließlich auch etwas zum anziehen und interagieren)

Womit ich Schwierigkeiten habe, ist jedoch einen strukturierten Ansatz zum Lernen zu finden, vor allem was Anatomie angeht – an den konkreten Schlachtplänen muss ich also noch arbeiten. Wenn ihr Tipps habt, schreibt sie mir gerne in die Kommentare!

3. Farbe, Farbe, Farbe

Die Farbgestaltung bekommt hier ihren eigenen Punkt, denn meine Buntstifte, Marker und Farben sollen nicht mehr verstauben. Hier möchte ich mich aber am wenigsten unter Druck setzen, sondern experimentieren, was gut zusammenpasst und für meine Bilder genutzt werden kann. Besonders interessiert mich der Umgang mit Gouache und flüssiger Tusche. Dieser Punkt lässt sich außerdem super mit dem Ziel von mehr fertigen Illustrationen verbinden.

4. Einen kleinen Comic zeichnen

Im Inktober bekam meine kleine Astronautin ihren ersten Auftritt. Um sie nicht in der Schublade versauern zu lassen, möchte ich ihren Charakter entwickeln und einen kleinen Comic mit ihr umsetzen. (Vielleicht als Inktober-Projekt? Das gibt mir noch ein bisschen Zeit...)


Hoffentlicht klingt diese Auflistung in euren Ohren nicht zu sehr nach MÜSSEN und DRUCK, denn die Auseinandersetzung macht mir richtig Spaß. Gerade fühle ich mich so motiviert und optimistisch, dass es mir schon selbst etwas Angst macht – ist es die beliebte und bald abflachende Jahres-Anfangs-Euphorie? Auf jeden Fall bin ich schon furchtbar gespannt, wie sich mein Stil entwickeln wird!

Habt ihr euch etwas vorgenommen für 2017?