Skizzen, Bilder, Attraktionen! Oder: mir fällt keine Einleitung ein. Mittlerweile wisst ihr ja, worum es geht, oder?


Wie war der Februar?

Obwohl er zwei Tage kürzer ist als andere Monate, hat er sich in meiner Empfindung zäh wie Kaugummi hingezogen. Nach einem euphorischen Januar war Februar leider von gedrückter Stimmung geprägt.

Einen großen Anteil daran hatte eine Sehnenscheidentzündung in drei Fingern der rechten Hand, die ich mir durch Überanstrengung eingehandelt hatte. Irgendwann ging gar nichts mehr und ich musste die Hand mehrere Tage ruhig stellen. Auch danach waren Arm und Handgelenk noch sehr steif. Ich durfte also nicht zeichnen und auch sonst nichts machen, was mir Spaß macht. Ich bin jemand, der immer etwas zu tun haben muss und Langeweile nicht kennt. Völlig nutzlos auf der Couch zu hocken ging mir völlig gegen den Strich.

Dann beschloss auch noch 8tracks, mein Musiklieferant Nr. 1,  die Unterstützung für Nutzer außerhalb der USA und Kanada einzustellen. Die App auf dem Handy funktionert gar nicht mehr und die Internetseite ist nun in ihrem Funktionsumfang eingeschränkt. Ich höre fast jeden Tag dort Musik und habe hunderte Playlists angesammelt...das machte mich mehr als nur ein bisschen grummlig.

Dazu kamen private Entwicklungen, die mich einfach nur frustierten – perfekt war die Abwärtsspirale aus negativen Gedanken und Selbstzweifel.

Nun gut, wenigstens ein Erfolgserlebnis gab es. Auf Instagram habe ich die 100-Abonnenten-Marke geknackt, mein erster großer Meilenstein.

Erkenntnisse

  • Ich habe festgestellt, wie sehr ich das Zeichnen doch mittlerweile mag und vermisse, wenn ich es nicht ausüben kann. Eine Sucht im Entstehen? ;)
  • Täglich auf Instagram zu posten ist mir zu viel Druck. Nun zeige ich nur noch aller paar Tage eine Zeichnung oder Skizze, die ich wirklich mag. Dann kann ich vielleicht auch endlich ein konsistenteres Bild auf dem Kanal entwerfen.
  • Um nicht mehr durcheinander zu kommen, fülle ich das Skizzenbuch jetzt wieder chronologisch, statt zwischen den Seiten umherzuspringen. 
  • Auf Papier wirken viele meiner Bilder besser, als eingescannt, weil der zickige Scanner Details verschluckt. Ein guter A3-Scanner steht also ganz oben auf der Wunschliste.

Lieblingsskizzen:

Ein typisches Beispiel dafür, dass Unfälle nicht immer schlecht sein müssen: diese Skizze mit dem unglückseligen Fleck war ein Favorit auf Instagram ;)
Da ich an meinen Schwächen arbeiten wollte, habe ich eine Woche lang nur Ganzkörperbilder und Kleidung gezeichnet. Das hier war meiner Meinung nach das beste Ergebnis.
Als ich wegen der Hand nichts machen durfte, habe ich in einer Woche 5 Staffeln des Animes Fullmetal Alchemist: Brotherhood auf Netflix weggeguckt. Animefiguren in einen anderen Stil zu übertragen, finde ich immer schwierig, aber ich habe mein Bestes gegeben :p - vielleicht schaffe ich ja doch mal noch richtiges Fanart.
Keine Skizzenübersicht ist vollständig ohne eine Auswahl meiner geliebten schwebenden Köpfe!

Trotz allen Schwierigkeiten bereitet mir mein Zeichenexperiment immer mehr Freude – die Überzeugung, auf dem richtigen Weg zu sein, wächst. Wo mich das alles hinführt, weiß ich noch nicht. Nun aber erstmal:

Auf in den März!