Gerade sitze ich nach einer etwas anstrengenden Reiseepisode in einem kleinen Zimmer in Kyoto und freue mich auf die nächsten drei Wochen Urlaub, in denen ich tun kann, was ich will. Nun tatsächlich erstmal für eine Woche ganz allein zu sein (bis mein Freund sich mir anschließt), ist allerdings eine völlig neue Erfahrung, an die ich mich erst noch gewöhnen muss. 

Gestern verließ ich also Tokyo schon wieder und der Abschied fiel seltsam wehmütig aus. Zum einen weil es komisch war, die gerade erst kennen gelernten Teilnehmer des Sprachkurses schon wieder gehen lassen zu müssen. Zum anderen, weil die zwei Wochen hier wie im Fluge vergangen sind und ich mich trotz der Startschwierigkeiten mit Tokyo schlecht fühle, nur so einen oberflächlichen Eindruck erlangt zu haben...


Nichtsdestotrotz: Zeit, ein paar besondere Momente Revue passieren zu lassen:

{1} Besser als der berühmte große Buddha gefiel mir in Kamakura das Bambuswäldchen am Hôkoku-ji, weil der Tempel nicht so überlaufen ist. Wunderschön und friedlich, wenn nicht gerade eine Horde Selfie-Touristen durchs Bild stapft

{2} Im Miraikan Museum findet sich eine riesige Erdkugel, die für Projektionen genutzt wird. Mit Robotern, Weltraum, und Wissenschaft kann man mich eigentlich immer begeistern, weshalb ich es dort auch sehr spannend fand.

{3} Nachts irgendwo in Shinjuku, vor einer Karaokebar aufgenommen, deren Besuch nicht wirklich mein Fall war. (Aber dieses Bild entschädigt für alles. Ich mag es SO SEHR.)
{4} Abschiedswehen morgens im Hotelzimmer. Alles gepackt und nichts weiter zu tun, als mich selbst zu fotografieren.

Andere coole Dinge:
Ich durfte einen Kimono tragen! (Diese formelle Variante ist allerdings kein Spaß. Atmen ist schwierig, und durch die Kastenform fühlt man sich leider nicht graziös, sondern wie eine Tonne)

Diese gruslige Tanuki-Figur ist zum neuen Insiderwitz mutiert. Möglichst vielen Leuten ohne Kommentar schicken oder als Profilbild verwenden und Reaktionen abwarten ( ´థ౪థ)σ’`゙
Ich konnte den berühmten ASIMO Roboter in Aktion sehen. Er war so süß und hat sogar gesungen (˳˘ ɜ˘)˳ ♬♪♫
Eine der Lehrerinnen hat ihre Ausführungen gerne mit Bildern unterstützt (=^● ⋏ ●^=)

Es ist unglaublich, wieviel man in zwei Wochen sehen und erleben kann. Ich bin mittlerweile so glücklich, dass ich den Schritt nach Japan gewagt habe!