4 Tipps für einen erfolgreichen Inktober

Kurz vor dem Oktober geht ein Raunen durch die Online-Kunstwelt: Der Inktober steht vor der Tür und alle warten gespannt auf den erneuten Beginn des Tusche-Wahnsinns. 31 Zeichnungen in 31 Tagen – egal ob mit Feder, Fineliner, Pinsel oder Brushpen – heißt die Herausforderung. Ich bin dieses Jahr zum vierten Mal dabei und konnte aus den vergangenen Inktobern einige nützliche Erfahrungen mitnehmen. Allen Neulingen und alten Hasen möchte ich deshalb diese Tipps mit auf den Weg geben:

1. Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Eine Zeichnung am Tag klingt erstmal machbar, aber gerade neben andern Verpflichtungen wie Arbeit, Schule oder Uni kommt man schnell in Zeitbedrängnis! Eine gute Vorbereitung spart dir hier wertvolle Zeit, sodass du dich in deinem verfügbaren Zeitfenster ganz aufs Zeichnen konzentrieren kannst.

• Themenliste festlegen: Es nimmt dir viel Last von den Schultern, wenn die Themen der 31 Tage bereits feststehen. Du kannst die offizielle Liste nutzen, dir selbst ganz nach Belieben etwas ausdenken oder dir Inspiration bei anderen Künstlern holen – Viele von ihnen teilen im Vorfeld ihre Inktober-Listen.

• Referenzen bereitlegen: Wenn du dein Thema kennst, leg dir einen Ordner mit passenden Referenzen und Inspirationen an. So hast du alles an einem Platz und musst nicht erst lange durchs Netz scrollen. 
•  Skizzen vorbereiten: Halte optimalerweise deine Ideen zu den einzelnen Themen bereits in kleinen Skizzen und Thumbnails fest. Diese Grundlage nimmt dir am Stichtag einen anstrengenden Teil des Zeichenprozesses ab!

• Zeitmanagment: Schau dir deinen Terminplan an und lege weniger aufwändige Zeichnungen auf die stressigen Tage, an denen schon genug anderes passiert. Die größeren Projekte kannst du dir entsprechend an Wochenenden oder freien Tagen vornehmen.

• Arbeitsplatz und Material vorbereiten: Klingt simpel, aber teste im Voraus deine Stifte und überprüfe, ob du noch genug von deinem bevorzugten Papier da hast. Vielleicht findest du sogar einen Platz, den du den ganzen Inktober über nur fürs Zeichnen nutzt – so muss nicht jeden Tag alles wieder neu herausgekramt werden.

2. Aufwärmen

Die ersten Striche einer Zeichnung können ganz schön nervenaufreibend sein, gerade mit einem permanenten Medium wie Tusche. Um die Hand zu lockern und etwas von der Anspannung zu nehmen, empfehle ich dir deswegen immer wenigstens ein kleine Aufwärmübung. Oft hilft es schon, mit dem Stift/Pinsel ein wenig zu scribbeln oder einige kurze Posenstudien (30 Sekunden/ eine Minute) zu machen. Mein Lieblingstool dafür ist Line of action.

Aber auch der körperliche Aspekt ist nicht zu verachten: Einmal richtig ausstrecken und die Schultern kreisen lassen wirkt schon Wunder. Besondere Beachtung erfordern die Hände, denn die werden im Inktober stark gefordert. Ich dehne sie in letzter Zeit vor dem Zeichnen mit den Übungen aus diesem Video:

3. Ablenkung reduzieren

Es macht Spaß, mit anderen zusammen den Inktober zu durchleben und sich von allen Seiten inspirieren und anspornen zu lassen. Allerdings kann Social Media beim Arbeiten auch ganz schön ablenkend sein – sei es, weil man ewig Inktoberposts auf Instagram durchscrollt oder „nur mal schnell“ diesen einen Kommentar beantwortet, der gerade reingekommen ist. Das Handy während der Arbeit aus der Reichweite zu legen oder zumindest das Internet für eine Weile abschalten, hilft dir, dich auf das Wichtige zu konzentrieren. Um alles weitere kannst du dich kümmern, wenn dein eigenes Bild in Sack und Tüten ist!

4.  Fertig ist besser als perfekt

Ich hab dieses Video schon oft geteilt, denn es stimmt absolut. Es ist ein tolles Gefühl, am Ende des Inktobers eine Sammlung fertiger Illustrationen in der Hand zu halten – Der Grad ihrer Perfektion ist dabei zweitrangig.


Also dann, rockt den Inktober <3

5 Comments

  1. Meike Werner 23. September 2017 at 16:56

    Danke für deine Tips. Ich werde auch noch meine Tools teilen in den nächsten Tagen. Ich bereite auch schon Skizzen zum Tuschen vor. Allein schon, weil ich Anfang Oktober im Mini-Urlaub bin ^^. Eine offizielle Themenliste habe ich nicht, nur die Richtung Halloween/Horror. Mal sehen, ob ich mich irgendwann mit den Motiven wiederholen werde XD

    Reply
  2. MayamitY 25. September 2017 at 11:33

    Ja cool, ich wusste gar nicht, dass wir gemeinsam mit dem Inktober angefangen haben 😀 Waaaahnsinn, das jetzt schon der vierte naht <3YesYesYes zu deinem Beitrag! Ich habe dieses Jahr meine Vorgehensweise verändert und stecke schon mitten in den Vorbereitungen (am schlimmsten war bis jetzt die Wahl des Skizzenbuchs XD)Ich bin schon sehr gespannt wie es mir diese Jahr gelingen wird,und auf DEINEN Inktober freue ich mich auch schon ungemein! <3

    Reply
    1. Alex 25. September 2017 at 16:56

      Ich finds auch krass, kommt mir noch gar nicht so oft vor :O Freu mich auch schon total auf deine Bilder <3Dieses Jahr bin ich entgegen meiner eigenen Empfehlung nicht allzu gut vorbereitet, zumindest was Vorzeichnungen angeht – diese Woche muss ich noch einiges schaffen!

      Reply
  3. Moony 27. September 2017 at 8:38

    Hallo,ich habe gestern mit erst so richtig mit dem Inktober beschäftigt. Bin noch am Überlegen ob ich auch aktiv teilnehme. Momentan steht soviel auf der Liste und ich bin nicht sicher, ob ich wirklich jeden Tag "die Feder" in die Hand nehmen kann. Vorzeichnungen zu machen ist natürlich auch eine ganz raffinierte Idee. 😉 Liebe Grüße und Inspirationwünscht Moony

    Reply
  4. Steffi 8. Oktober 2017 at 21:13

    "Fertig ist besser als perfekt" kann ich definitiv unterschreiben. :DIch bin immer wieder froh, wenn ich ein Bild, an dem ich eine Weile sitze, endlich endlich fertig habe. Umso ärgerlicher, wenn man es bei einzelnen Bildern dann doch nicht schafft, ganz besonders weil der eigene Perfektionismus Schuld ist.Danke für den Schmunzelsatz. ;)LG Steffi

    Reply

Leave A Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.