Von der Skizze zum fertigen Bild {#inktober2016}

Wisst ihr, was einer der vielen Gründe ist, warum ich Skizzenbücher so liebe? Sie sind verdammt gute Ideensammlungen. Beim Durchblättern fällt mir doch hin und wieder etwas auf, was eine Weiterentwicklung verdient. So entstand auch diese Inktober-Zeichnung:

Vor dem Inktober durchstöberte ich meine alten Skizzenbücher nach Ideen, die ich für meine Themenliste verwenden konnte. Dort fand ich auch diese Dame, die einige vielleicht noch vom Monat in Skizzen April kennen:

Phase 1: Idee

Die Skizze besitzt für mich einen gewissen Reiz, aber alles andere daran ist mangelhaft. Es ist mir sogar ein bisschen peinlich, sie heute anzugucken. Statt sie schnellstens zu vergessen, griff ich sie zur Übung jedoch im nächsten Skizzenbuch wieder auf. Mit besseren Fertigkeiten kam dabei das heraus:
Phase 2: Thumbnails

Wie man erkennt, war ich mir aber trotzdem unsicher, wie es weitergehen sollte – keine Komposition konnte mich begeistern. Wieder einige Monate später, entschied ich mich dann, für den Inktober endlich etwas Fertiges daraus zu machen. Einen halben Radiergummi und viele Verrenkungen vor dem Spiegel später wurde daraus dieses Skizze, die ich schließlich sauber auf ein neues Papier übertrug:

Phase 3: Vorzeichnung
So entstand die fertige Illustration, die ihr oben seht. Man merkt gar nicht, wie viel Arbeit in so einem kleinen Bild stecken kann, oder? Ziemlich cool, dass ich mittlerweile weder die Geduld noch den Mut zu verliere, wenn etwas nicht gleich klappt. Ich habe mich tatsächlich soweit entwickelt, dass ich erste Ideen zu einer Umsetzung bringen kann und durchhalte.

Wie geht es euch? Lasst ihr euch schnell entmutigen oder arbeitet ihr auch mal über längere Zeit an einer Idee?

P.S. Meine Inktober-Zusammenfassung folgt nächste Woche – ich möchte mir die Zeit nehmen, einige Bilder zu überarbeiten. Und dann wäre da auch ja auch noch das Einscannen und Bearbeiten, meine persönliche Hassaufgabe…

8 Comments

  1. Sara Gläser 31. Oktober 2016 at 16:53

    ich habe deinen Inktober bei Instagram verfolgt und war jedesmal aufs Neue Hingerissen – leider vergesse ich bin scrollen manchmal das kleine Herz anzuklicken :/Ich finde deine Bilder mausern sich immer mehr zu richtig schönen Illustrationen bei denen man neidisch werden kann 🙂 Sie sehen fantasievoll, ungezwungen aber doch gekonnt aus. Es macht einfach Spaß sie anzusehen. Ich finde es immer spannend, wenn man mal sieht, wie viel Zeit oder Arbeit hinter einer Zeichnung – egal wie groß oder klein – stecken kann. Und noch interessanter finde ich es, wenn andere das schätzen, wenn sie nichts kreatives machen. Ihre Ausdrücke sind immer sehr interessant, wenn man ihnen sagt: "naja alles in allem waren das bestimmt 10/30/50 Stunden" :DIch finds toll, dass du dran bleibst und freue mich über jeden neuen Post. Liebe Grüße > sara

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    1. Alex 2. November 2016 at 18:38

      Ahhhh, deine Worte wärmen in einer kalten Winternacht <3 Ehrlich, vielen Dank dafür. Deine Einschätzung ist mehr als ich mir bisher zu hoffen wagte :)))

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  2. Anja Lichtmelodie 31. Oktober 2016 at 16:56

    Hallo :-)Du hast echt talent, den ich leider nicht (mehr) besitze.Früher habe ich auch viel gezeichnet, dann kam die erste Liebe und ja …Leider kann ich jetzt überhaupt nicht mehr zeichnen, was total schade ist.Zeichnen befreit und man ist gleichzeitig kreativ, was ja auch gut ist.Liebe Grüße vonder Lichtmelodie

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    1. Alex 2. November 2016 at 18:40

      Man kann es auch wieder lernen, es ist nie zu spät! In meiner Zeichengruppe ist eine Frau, die seit 20 Jahren nicht mehr gemalt hat und jetzt wieder anfängt 🙂

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  3. gedankenfrei 4. November 2016 at 6:48

    Ich gebe zu, ich gehöre eher zu der ungeduldigen Sorte, die dann auch mal das Handtuch schmeißt. ^^' Daher versuche ich aktuell einfach mal zu akzeptieren, wenn es nicht gleich super aussieht, um Ideen überhaupt aufs "Papier" zu bekommen. Technisch besser werden und es überarbeiten, kann man dann schließlich immernoch. :)Besonders gut an deinem Prozess finde ich die Thumbnails. Die mache ich leider viel zu selten, wodurch ich sicherlich immer wieder einiges an Potential verschenke. Nun freu ich mich auf deine INKtober Zusammenfassung. 🙂

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    1. Alex 4. November 2016 at 16:56

      Ich muss gestehen, so oft mach ich auch keine Thumbnails^^° Ich konnte mich nur bei diesem Bild irgendwie nicht für eine Pose entscheiden…

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  4. Gesche Santen 5. November 2016 at 22:14

    Ich bin eher die ungeduldige, die gleich drauflos malen will…und dann ärgere ich mich das die Komposition nicht ganz stimmig ist ^^ Wenn ich alte Skizzenbücher durchblättere bin ich manchmal ganz überrascht, wie alte Ideen, die ich vllt vor 1-2 Jahren mal hingekritzelt habe, irgendwie wieder ihren Weg in aktuelle Arbeiten gefunden haben. Ganz unbewusst, meistens weiß ich gar nciht mehr, dass ich die Idee schon mal hatte und wo skizziert habe.

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  5. Jennifer Kosche 6. November 2016 at 13:07

    Wow, man sieht SO GUT wie du dich weiterentwickelt hast. Respekt fürs Durhhalten: ich verliere bei ner Skizze, die nicht gleich so will wie ich, ganz schnell die Geduld. :/

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