Der Monat in Skizzen – Juli

Ich übe und übe und übe…und was kommt dabei raus? Das seht ihr in der heutigen Ausgabe von „Der Monat in Skizzen“!

Wie war der Juli?

Produktiv! Ich habe verwundert festgestellt, dass das Skizzenbuch nur noch 5 Seiten übrig hat – 60 Seiten habe ich allein diesen Monat vollgezeichnet. Der Juli kam mir unendlich lang vor, deswegen bin ich mir dieses Umfangs nicht bewusst gewesen…

Erkenntnisse/Reflexionen

Ich habe mich zu einigen Methoden informiert, den Körper abzubilden und zu konstruieren, aber so richtig „klick“ hat es noch mit keiner davon gemacht. Micht treibt die irrationale Angst um, mich von Ihnen zu sehr beeinflussen zu lassen und mich dadurch von der Formensprache zu entfernen, die ich anstrebe. Oder ist das gerade nur ein Zwischenschritt und ich sollte mir nicht zu viele Gedanken machen?

Wo wir gerade dabei sind: Das Buch „Force: Dynamic Life Drawing for
Animators“ von Mike Mattesi fand ich sehr einleuchtend in seiner
Herangehensweise. Es fällt mir jedoch schwer, die darin beschriebenen
Prinzipien auch wirklich umzusetzen…

Ansonsten schwanke ich leider immer zwischen Euphorie über meine
Fortschritte in den letzten Monaten und dem gleichzeitigen erdrückenden
Gefühl nichts zu können und nie mein Ziel zu erreichen ._. Es gibt noch so viel zu tun und zu lernen, dass ich oft nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Abgesehen davon, fragte ich
mich auch, was ich eigentlich mit den
erworbenen Fähigkeiten  anstellen möchte, d.h.: Was ist „mein Ding“? Was macht mir besonderen Spaß? Zur Zeit kann ich diese Fragen nicht klar beantworten. Höchste Zeit, darüber nachzudenken!

Lieblingsskizzen

Zur aktiven Arbeit an meinen Schwächen zeichnete ich so viele Hände, wie wahrscheinlich noch nie in meinem Leben.

Das war die erste Sitzung und der Timer stand auf zum größten Teil auf 2
Minuten, deswegen sehen sie auch reichlich ungelenk aus. Mittlerweile fallen Sie mir schon etwas leichter.

Zum Thema anatomische Studien:

Das hier zeichnete ich am ersten Abend der Lektüre vom oben erwähnten Buch.

Die wobbligen Linien gefallen mir sehr gut, weil sie so schön locker wirken.

Nächster Punkt (– ihr ahnt es –): Köpfe über Köpfe.

Links: Studien für ein Porträt von Geralt aus Witcher 3,
dass sich mein Freund gewünscht hat. Weiter als diese frustrierenden Skizzen
bin ich noch nicht gekommen. | Rechts: Gesichter von Pinterest (oben) und aus dem Kopf (ganz unten)

Lange keine Kritzelseite mehr dabei gehabt.

Eure Wünsche

Letzten Monat fragte ich euch, welche Charaktere ich skizzieren soll. Hier nun die Ergebnisse: Rebecca wünschte sich die Figuren Enid, Rebecca und Seymour aus dem Film Ghostworld und MissZauberwald wollte Guybrush Threepwood und Elaine aus dem Spiel Monkey Island sehen 🙂

Das Angebot besteht übrigens weiterhin. Allerdings freue ich mich über konkrete Vorschläge: „Gimli“ statt „irgendwas aus Herr der Ringe“ macht mir die Entscheidung bedeutend einfacher 😉

Bis bald!

12 Comments

  1. Mona 8. August 2016 at 6:46

    Keine Angst, diese komischen frustrierenden Phasen sind nur Zwischenschritte zum Besserwerden 🙂 ich kenne das wie wohl jeder andere Zeichner viel zu gut und lasse mich mittlerweile davon einfach nicht mehr demotivieren (war früher ganz schlimm, bis ich das erkannt habe).Ich habe gestern ein bisschen bei dir gestöbert und den ersten Skizzenbuchreport gesehen und mein erster Gedanke war "Waaahnsinn, was für Fortschritte!"Allgemein finde ich es absolut bewundernswert, mit welcher Geschwindigkeit und Konsequenz du Skizzenbücher füllst. Also mach einfach weiter so, das wird richtig gut!

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    1. Alex 8. August 2016 at 11:33

      Danke für diesen tollen Kommentar! 🙂 Eigentlich weiß ich ja auch, dass ich mich selbst nicht so stressen muss, aber das fällt manchmal schwer ._.

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    2. Mona 8. August 2016 at 12:30

      Ja, wie gesagt, ich kenn das zu gut.Übrigens habe ich bei mir über die letzte Zeit etwas Interessantes festgestellt: je weniger ich mich stresse und quasi den Dingen ihren Lauf lasse, desto mehr entwickelt sich mein Stil intuitiv und schleichend viel mehr nach meinem Geschmack als zu Zeiten als ich versucht habe ihn nach meinen Vorstellungen zu konstruieren 😀

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  2. Jakob 8. August 2016 at 17:28

    Woa, krass wie professionell du das angehst! 😀 Respekt!Oh, und ich hab einen Zeichenwunsch 🙂 (Zwei um genau zu sein :D) Und zwar Olive Silverlock und Maps Mizoguchi aus dem Comic Gotham Academy 🙂

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    1. Alex 9. August 2016 at 18:06

      Witzig, dass du das sagst, denn mir kommt das gar nicht so vor :DZeichenwunsch ist notiert! 🙂

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  3. Jennifer Kosche 10. August 2016 at 6:11

    Ich wünsche mir (du ahnst es) ein Schwein, haha! Oder kennst du den Manga Nana? Ich würde ja zu gern mal deine Interpretation der beiden Nanas sehen. Wenn du magst natürlich.Ich finde deine Händeseite übrigens sehr, sehr gut! Und danke für die Buchempfehlung, da schau ich mal rein.

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    1. Alex 15. August 2016 at 9:53

      Gerne <3

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  4. Anonym 12. August 2016 at 22:41

    Geralt sieht doch schon sehr gut aus. 🙂 Und natürlich wird schon das nächste Schneckchen von ihm angezogen. Typisch.

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    1. Alex 15. August 2016 at 9:53

      Hahaha, das ist mir noch gar nicht aufgefallen, aber du hast recht! 😀

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  5. Zaungästin 16. August 2016 at 13:40

    Ich wünsche mir Harry Potter, Ron und Hermine =)

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  6. Susi 27. August 2016 at 9:35

    Liebe Alex,wow du zeichnest ja wunderschön! Da bin ich aber neidisch! :)Ich wünsche mir eine Surferin mit wehenden Haaren, wie sie auf einer Welle reitet! :)Danke und ganz liebe und herzliche Grüße,Susi 🙂

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  7. gedankenfrei 4. September 2016 at 20:29

    Mattesi's Force Drawing finde ich auch sehr beeindruckend, finde es in der Umsetzung allerdings irgendwie schwierig. Vielleicht müsste ich mich da einfach eine Weile bewusst zu zwingen, um es besser in den Kopf zu kriegen. Das Konstruieren mit Grundformen sollte dich eigentlich in deinem Stil nicht weiter beeinflussen. Du entscheidest ja, wie groß oder klein du die Grundformen der Konstruktion wählst und was du danach bei der Überarbeitung behältst. Ich gebe zu, es ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber es hilft, langfristig auch komplexere Posen ohne Vorlage zu zeichnen. (Bzw. Nur mit dir selbst als "Vorlage" – acting for animators oder so 😉 )

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