Mein Arbeitsplatz zum Zeichnen

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich sehe mir wahnsinnig gerne die Arbeitsplätze von kreativen Menschen an. Der Schreibtisch und sein Drumherum sagen nämlich viel über Charakter und Arbeitsweise aus. Vielleicht wollt ihr ja auch mal einen Blick auf meinen Zeichentisch werfen und eure Schlüsse daraus ziehen?

Die meiste Zeit meines Lebens hab ich einfach irgendwo gezeichnet, weil der Schreibtisch oft zu klein war. Boden & Bett waren allerdings keine guten Alternativen – ersteres ist nicht gut für meinen Rücken und zweiteres erhöht die Wahrscheinlichkeit, mit einem Stift im Kreuz aufzuwachen. Seit dem letzten Umzug genieße ich den Luxus eines Arbeitszimmers und hatte damit auch endlich Platz für einen eigenen Zeichentisch. Der große Vorteil: man kann sämtlichen Kram liegenlassen und später an der gleichen Stelle weiterarbeiten, ohne sich selbst in die Quere zu kommen. Auf dem oberen Bild sieht man, wie das ungefähr aussieht. In intensiven Arbeitsphasen geht es noch zugemüllter, aber das fotografiere ich dann doch lieber nicht.

Hier also noch die aufgeräumte Variante:

Ein schwarzer Tisch lässt sich blöd
fotografieren, ist aber nicht so fleckenanfällig – vor allem, wenn man
gerne mit Tusche arbeitet! Außerdem war mir wichtig, dass auch größere Blätter darauf Platz finden, denn mit geknicktem Papier habe ich mich lang genug herumgeärgert. Nun aber zu den einzelnen Elementen:

1. In der Deko ist Japan in Form einer Kalligraphie von Kazuaki Tanahashi und der Fuchsmaske vom Fushimi Inari vertreten. Das Katzenbild ist das Geschenk einer lieben Freundin und erinnert mich an sie. Die Gliederpuppe benutze ich nie, gehört aber trotzdem aus irgendeinem Grund zur Standardausstattung jedes Künstlers. Meine Pinsel stecken in einem Kinobecher von „Drachenzähmen leicht gemacht 2“, weil ich ihn nicht wegwerfen wollte und die Größe perfekt ist.
Die kleine Ente ist dort, weil…ich Enten mag (Untertreibung). Ein Lieblingsstück ist die schwarze Schreibtischlampe, weil sie mich an Detektivfilme erinnert.

2. Das Regal ist eine Konstruktion aus einem Brett, das mit 3 EKBY KÅNNA von Ikea an der Wand befestigt wurde, so dass ich dort gerolltes Papier lagern kann. In diese Ringe habe ich dann zusätzlich noch eine FINTORP Stange aus der Küchenabteilung gelegt, um an den zugehörigen Haken kleine Gegenstände wie Schere, Washitape und den Wasserbecher aufhängen zu können.
 
3. Alte Marmeladengläser dienen mir als Stiftebecher für Buntstifte, Bleistifte und Kohle. Zusammen mit den Tuschegläsern und anderem Kleinkram lagern sie in dem Korb aus Metall, ebenfalls aus der Küchenabteilung von Ikea. Meine Marker und Fineliner bewahre ich in einer unterteilten Plastikbox auf. Wenn ich unterwegs bin, packe ich mir meine jeweiligen Favoriten dann in einem Mäppchen zusammen.


Ich mag meinen Tisch mit dem Regal! Das Schöne ist, dass ich im Mai nach langer Abstinenz auch tatsächlich Zeit hier verbracht habe. Demnächst könnt ihr also wieder mit einem „Monat in Skizzen“-Beitrag rechnen (ノ≧∀≦)ノ
Wie bereits gesagt, bin ich immer neugierig, wie andere arbeiten. Also: zeigt mir doch mal eure Schreib-, Zeichen- oder Arbeitstische!

11 Comments

  1. Jenni Ko 29. Mai 2015 at 6:00

    Cool! Ich glaub, ich räum mal meinen Schreibtisch auf und zeig ihn auch mal. 🙂

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    1. Alex 29. Mai 2015 at 10:11

      Yay! 😀

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  2. Sari 29. Mai 2015 at 7:51

    *lach* Leider sehen die Schreibtische meist aus wie auf dem 1. Foto ^^ Ich kenne das nur all zu gut ^^ Aber es zeugt von kreativer Produktivität ^^

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    1. Alex 29. Mai 2015 at 10:23

      Sehe ich genauso! Wer behauptet, beim Arbeiten einen ordentlichen Schreibtisch zu haben, dem traue ich nicht über den Weg 😉

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  3. Mareike 29. Mai 2015 at 9:25

    Wer gerne zeichnet hat auch immer eine Gliederpuppe oder? Also nicht das ich meine – so wie du – nutzen würde, aber ich habe sogar drei. Mittlerweile habe ich die im Bücherregal verteilt… 😉 Mein Schreibtisch ist weiß und sieht im unaufgeräumten Zustand sehr gruselig aus. Meistens arbeite ich daran auch für die Uni, zeichnen tue ich seit jeher am liebsten auf dem Sofa. Also zumindest Bleistiftzeichnungen. Ansonsten male ich mehr mit Acryl und dafür habe ich eine Staffelei, die leider aufgeklappt überall im Weg rumsteht, weil wir keinen richtigen Platz für sie haben….Bei Gelegenheit könnte ich auch mal meinen Schreibtisch fotografieren, aber dazu müsste ich erstmal wieder in Deutschland sein. Bis dahin ist er zumindest noch aufgeräumt. :DLiebe Grüße

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    1. Alex 29. Mai 2015 at 10:37

      Meine Puppe ist auch nicht mehr in Benutzung, aber sie macht sich gut als Deko 😉 Ich habe sie als Teenager geschenkt bekommen und damals war sie auch noch in Gebrauch. Mittlerweile ziehe ich lieber Referenzfotos für Posen heran.Auf dem Sofa kann ich komischerweise nicht richtig zeichnen, aber manchmal hocke ich mich fürs Skizzieren in meinen Ohrensessel. Irgendwie brauche ich doch immer wieder eine ebene Fläche, wo ich den Block oder das Skizzenbuch ablegen kann. Allerdings ist meine über den Tisch gebeugte Quasimodo-Pose dabei auch nicht sonderlich gesund :/ Eine richtig große Staffelei hätte ich auch gerne, aber die nehmen wirklich so viel Platz weg! Ich hab zumindest eine kleine Tischstaffelei, sollte mir wieder mal der Sinn nach Acryl stehen (das hab ich echt eeeeewig nicht mehr benutzt…)

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  4. Sailor Strawberry 30. Mai 2015 at 0:20

    Dein Arbeitsplatz sieht super schick und ordentlich aus. Da werde ich neidisch! Wenn ich mich mal komplett eingerichtet habe, mache ich so einen Post vielleicht auch mal. Aber irgendwie traue ich mich nie so komplett soviel zu "zeigen". :<

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  5. MayamitY 31. Mai 2015 at 10:01

    Ich liiiiiiiiiiiebe es auch, die Arbeitsplätze von anderen Künstlern zu sehen!!! :DBesonders schrecklich neidisch werde ich immer bei Einblicken in Ateliers! XDDein Tisch gefällt mir, die Idee mit der Stange ist super!

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    1. Alex 31. Mai 2015 at 16:20

      Danke! Ein Atelier ist dann irgendwann der nächste Schritt, wird wohl aber noch ein paar Jahrzehnte dauern xD

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  6. Melanie M 3. Juni 2015 at 10:23

    Oh das ist so schön! Ich mag vor allem deinen tollen japanischen Wandschmuck. Generell gefällt mir die reduzierte Art deines Schreibtisches. Mir persönlich wäre er aber wahrscheinlich etwas zu kleinMit meinem Schreibtisch hadere ich schon länger. Ich habe auch ein Arbeitszimmer und viel Platz. Das ist auch super toll, aber die Aufteilung gefällt mir leider gar nicht und das finde ich richtig schade. Deshalb werde ich meinen Schreibtisch wohl erst wieder fotografieren, wenn ich dafür irgendwie eine Lösung gefunden habe. Das Zimmer ist nahezu quadratisch und entweder man hat die Tür im Rücken oder das Fenster :S *knifflig*

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  7. Zaungästin 10. Juni 2015 at 22:06

    hab auch mal drüber nachgedacht, sowas zu machen. allerdings konnte man unter den pizzakartons den tisch nicht mehr erkennen. *hust* dein tisch sieht sehr schön ordentlich und kreativ aus.

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