Wie ihr vielleicht wisst, habe ich vor einer Weile einen Youtube-Kanal gestartet. Das Filmen der Videos gestaltete sich aber von Anfang an schwierig: Mein normales Stativ war einfach zu sperrig, unflexibel und oft unbequem im Weg. Besonders die direkte Draufsicht wurde zum Problem, weil das Stativ dafür so angewinkelt werden musste, dass die Gefahr des Umkippens entstand entspanntes Zeichnen sieht anders aus! Für mein eigenes Seelenheil und das meiner unfallgefährdeten Kamera machte ich mich also auf die Suche nach einer praktischen Alternative, die ich euch auch heute präsentieren kann:

Die Kamera müsst ihr euch hier dazu denken, ich brauchte sie, um das Foto zu machen ;)

Einfache Befestigung mit einer Klemme

Tadaaa! Die Idee kam mir dank meiner Schreibtischlampe, die mit einer Klemme und einen verstellbaren Arm ähnlich aufgebaut ist. Leider gibt es derartige Kamerastative nicht zu kaufen (Marktlücke!), obwohl sie sich meiner Meinung nach gerade für Künstler und Bastler  sehr gut eignen. Ich habe trotzdem nicht locker gelassen und meine Idee schließlich über einen kleinen Umweg mit einem Mikrofonstativ umgesetzt.

Anleitung


Das braucht ihr:
 (*Partnerlink. Solltest du dich dazu entschließen, etwas über diesen Link zu kaufen, erhalte ich einen kleinen Anteil vom Verkaufspreis. Dir entstehen keine zusätzlichen Kosten)

Mein Stativarm besteht im wesentlichen aus zwei Teilen: Dem bereits genannten verstellbaren Mikrofonständer, der mit einer Klemme am Tisch festgemacht wird, sowie einem 360°-Stativkopf, auf den die Kamera geschraubt wird. Letzterer ist wichtig, damit man die Kamera auch wirklich in allen möglichen Winkeln fixieren kann. Bei diesen Kugelköpfen sind auch günstigere Modelle erhältlich, aber ich wollte gerne eines mit einer Fixierplatte.

Diese beiden Elemente können aber aufgrund unterschiedlicher Gewindegrößen nicht direkt ineinander geschraubt werden. Zum Glück gibt es Gewindeadapter (auch Reduziergewinde genannt), mit denen man hier "überbrücken" kann – in meinem Fall von den 5/8 Zoll des Mikrofongewindes zum 3/8 Zoll-Gewinde für Stative.  Benutzt ihr Teile anderer Hersteller, achtet also unbedingt auf die Größen, inbesondere ob die Zollangaben für Innen- oder Außengewinde gelten. Ich habe beim ersten Mal das Falsche bestellt...

Wenn man alle Elemente beisammen hat, funktioniert der Zusammenbau dafür ganz einfach: Vom Mikrofonarm nur den vorderen Halter entfernen (oder gar nicht erst befestigen) und dann alles zusammenschrauben. Fertig!

 

Die Vorteile dieser Stativ-Konstruktion:
  • schnell und einfach Kamerawinkel und -höhe ändern
  • dank der Klemme schnell an einen anderen Standort wechseln
  • das Stativ ist beim Filmen nicht mehr im Weg
  • keine Gefahr, umzukippen

Kurzum: Eine flexible und praktische Lösung fürs Filmen "von oben". Ein bisschen stolz bin ich ja schon auf mein Stativ Marke Eigenbau. Den einzigen Nachteil sehe ich im Kameragewicht. Meine kleine Systemkamera kann locker gehalten werden, das gleiche gilt aber wohl nicht für eine 2-Kilo-Spiegelreflex – wie viel diese Konstruktion maximal aushält, kann ich leider nicht sagen.

Ich hoffe, ich konnte euch weiterhelfen und wünsche stressfreies Filmen!