Bäume im Nebel

Nun ist schon wieder Dezember. Mein geliebter Geburtstagsmonat November ging dieses Jahr durch  Univerpflichtungen und sonstiges Kopfgewirr viel zu schnell an mir vorbei.

Ich mag diese seltsame Übergangszeit zwischen Herbst und Winter. Die Luft riecht anders, klarer, ohne Ballast. Ich freue mich noch über den ersten Schnee, die Kälte und den Frost, die gegen Ende des Winters oft unerträglich werden. Neblige Novembermorgen faszinieren mich so sehr, dass ich mehr als einmal aufgeregt aus dem Bett gesprungen bin, um draußen zu fotografieren. Stundenlang könnte ich dann im Wald umherstreifen, mit klammen Fingern, jegliches Kältegefühl ignorierend.

Wald im Nebel

Wald im Nebel

Deswegen schaue ich mir diese Fotos, die schon zwei Jahre alt sind, immer wieder gerne an. Sie erinnern mich an die Fotoausflüge und an die Energie, die dann so plötzlich in mir wach wurde. Die Stille und Leere ist an solchen Tagen im Wald geradezu greifbar. November ist einfach die schönste Zeit für (positive) Melancholie. Das Grau des Novembers ist deshalb auch nicht Tristesse für mich, sondern ein bewusstes Luftholen vor der bunten Reizüberflutung und Hektik der Weihnachtszeit.