Skizzenbuchreport {Nr. 6} – Einen Monat Männer zeichnen

Ich habe es mittlerweile aufgegeben, meine Skizzenbücher zu zählen – denn ich weiß selbst gar nicht mehr, ob ich dazu auch Skizzenhefte zählen soll oder nicht. Über meine fertigen Skizzenbücher/hefte werde ich natürlich trotzdem weiterhin berichten, auch wenn ihr Umfang sehr unterschiedlich ausfällt.

Anfang des Jahres habe ich mir einen Satz günstiger Projekthefte mit der
Idee gekauft, darin jeweils ein Thema zu üben. Das erste davon habe ich dem Zeichnen von Männern gewidmet, was ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Qualität 

Aber erstmal kurz zu den Fakten: Es handelt sich bei dem Heftchen um ein ganz einfaches A4-Skizzenbuch von der Gerstaecker Eigenmarke „I love Art“ mit 40 Seiten à 140 g/m². Kritikpunkte kann ich keine finden – Es ist günstig, das Papier ist nicht zu glatt oder rauh und mit trockenen Medien lässt sich prima darauf Zeichnen.

Zeit 

Januar 2018. Rein rechnerisch hätte ich jeden Tag nur eine dreiviertel Seite zeichnen müssen, aber ich habe zum einen erst später angefangen und zum anderen auch nicht jeden Tag Muße gehabt. Dementsprechend sind dann meist mehrere Seiten auf einen Schlag entstanden. Für den Lerneffekt ist diese Herangehensweise aber gar nicht so übel gewesen.

Inhalt, Weiterentwicklung und Zufriedenheit

Der Anfang gestaltete sich krampfig: Mein Hirn und meine Hand waren zusammen darauf eingeschossen, die eher kurvigen Formen von weiblichen Körpern zu zeichnen (– ziemlich klar, weil ich ja selten etwas anderes mache!). Das hieß für mich, den Autopiloten auszuschalten, ganz genau hinzusehen und Linien bewusst zu setzen. Dennoch zeichnete ich in dieses Hefte keine langen Studien, sondern vor allem kürzere Skizzen und Gesten. Zu Beginn hilft mir diese Wiederholung nämlich, mich schneller ins Thema reinzufinden.

Und tatsächlich: Als ich den Dreh langsam raus hatte, bereitete mir das Männerzeichnen richtig Spaß! Durch die unterschiedliche Körperform und Ausprägung der Muskeln ergibt sich für mich eine spannende Abwechslung zu den oft viel weicheren und fließenden Frauenskizzen.

Männliche Gesichter sind dagegen – wenn auch häufig etwas länger und kantiger – gar nicht so verschieden zu den weiblichen.  Die gleichen Prinzipien zum Aufbau kann ich hier auch anwenden, deswegen hatte ich nicht so viele Probleme wie bei den Körpern. (Okay, Bärte stellen so ein Kapitel für sich dar, aber glücklicherweise hat ja nicht jeder Mann einen Bart…)

Ich kann versöhnlich mit Fehlern leben, aber manchmal hilft doch nur ein Klebezettel zum Verstecken der Schande 😉
Schwerer fällt es mir jedoch, die Fotovorlagen auch in meinen Stil zu übertragen oder gar selbst aus dem Kopf einen männlichen Charakter so zu zeichnen, wie ich ihn mir vorstelle. Das kommt höchstwahrscheinlich erst mit mehr Übung und viel Zeit. Als Fazit zu diesem kleinen Kickstart ins neue Jahr kann ich nur sagen: Männer sind zeichentechnisch gar nicht so schlimm. Kein Grund also, sie so schmählich zu vernachlässigen!

Lieblingsseite

Zu meinen Lieblingsseiten gehören diese beiden hier. Bei den beiden oberen Herren ist mir das mit dem eigenen Stil gut gelungen, wie ich finde. Auf der anderen Seite habe ich versucht, komplett aus dem Kopf zu zeichnen und das Gelernte anzuwenden. Deswegen ist die Seite nicht unbedingt hübsch, aber nur so kommt man weiter. 

Wie geht’s weiter?

Ich werde es nicht schaffen, jeden Monat so ein Heft zu vollenden, denn es warten auch noch genügend andere Projekte auf mich. Mögliche Themen gibt es aber auf jeden Fall genug: In diesem Jahr würde ich mir gerne noch Kleidung, Gegenstände sowie Hintergründe, Räume und Geäbude vornehmen.
Wenn euch das ganze Skizzenheft interessiert, findet ihr ein Blättervideo auf meinem Youtubekanal:

1 Comment

  1. nossy 26. Februar 2018 at 19:18

    Toll, dass du so fleißig übst. Ich finde die Skizzen echt gelungen!Viele Grüße, nossy

    Reply

Leave A Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.