Entspannt in Osaka [Japan 2017]

Zu Osaka habe ich ein besonderes Verhältnis, denn hier haben wir im September 2013 das erste Mal japanischen Boden betreten. Bei der Japanreise gehört die Millionenmetropole deshalb immer zu unserem Pflichtprogramm. Aus diesem Grund fühlt sich Osaka auch ein bisschen wie nach Hause kommen an. Viele der größeren Attraktionen haben wir schon gesehen, deshalb planten wir dieses Mal nicht viel voraus, sondern ließen uns treiben. Eine entspannte Art, eine meiner Lieblingsstädte zu erleben!

Blick aus der Unterkunft

Unsere Airbnb-Wohnung wählten wir wie auch in den Jahren davor nach ihrer Nähe zum  Bahnhof Namba aus, denn von hier gelangt man am bequemsten in die Stadt und das Umland. Leider war das Wetter nur am Abreisetag so schön wie auf dem Foto, ansonsten grüßten grau in grau und Regen beim Aufziehen der Vorhänge.

Gleich um die Ecke (– auch auf dem Bild oben zu sehen –) fand sich der Namba-Yasaka Schrein mit einer beeindruckenden Statue, die uns beim Blick von oben gleich als erstes aufgefallen ist. Natürlich mussten wir sie aus der Nähe begutachten:

Neben dem „normalen“ Hauptgebäude steht er dann, der 12 Meter hohe und bedrohlich guckende Löwenkopf. Diese außergewöhnliche Art der Gestaltung ist mir noch nie untergekommen und echt einzigartig. Übrigens: Wenn ihr ganz genau hinseht, könnt ihr in den Vertiefungen neben den Augen zwei Tauben sehen, die Unterschlupf vor dem Regen suchen. Mit dem Respekt vor der Gottheit ist es da wohl nicht weit her 😉

Ein paar Kirschblüten gab es auch, wenn auch verregnet

Gleich am ersten Tag stand ein Bummel durch die Elektronikmärkte Yodobashi Kamera und BIC Kamera an, insbesondere die Videospielabteilung. Dabei entdeckten wir, dass BIC am nächsten Tag wieder eine Verlosung für die Chance auf den Kauf einer Nintendo Switch veranstaltete. Die Konsole war zu diesem Zeitpunkt auch in Deutschland noch schwer zu bekommen, also wollten wir auch unser Glück versuchen. Das hieß frühes Aufstehen am nächsten Tag und Einreihen in eine laaaaange Schlange von Kaufwilligen vor der Filiale in Namba. An der Reihe, erhielten wir dort ein Armband mit einer Nummer – nur die später ausgelosten Nummern dürfen das begehrte Gerät dann auch tatsächlich kaufen. Um 12 wurden die Gewinner bekannt gegeben und ich will es nicht zu spannend machen: Leider gehörten wir nicht zu den Glücklichen, aber die Erfahrung war witzig. Ich bin  immer wieder erstaunt, wie ruhig und zivilisert die Japaner anstehen können.

Den Rest des Tages vertrieben wir uns mit Shopping, z.B. in meinem absoluten Lieblingsladen. Abends ging es dann noch eine Runde durch Dotonbori, einfach nur zum Gucken.

Dem Glico-Mann ‚Hallo‘ sagen 🙂

Nach diesen vertrauten Aktivitäten gab es dann doch noch eine Premiere: Wir sind ins Kino gegangen! Kennt ihr noch das Katzensammelspiel „Nekoatsume“? Der davon inspirierte Film lief im April an und wir mussten ihn natürlich unbedingt sehen. Er handelt von einem Autor mit Schreibblockade, der aufs Land flüchtet und statt zu schreiben lieber die Streunerkatzen bespaßt:

Leider ist unser Japanisch zu schlecht, dass wir mehr als die grobe Handlung verstehen konnten. Allein durch die vielen süßen Katzenszenen hat mir der Film aber trotzdem sehr gut gefallen. Hoffentlich erscheint irgendwann eine Version mit Untertiteln!

Die (sauteuren) Kinotickets, präsentiert von einer Nekoatsume-Figur aus dem Gacha-Automaten

Später am selben Tag ging es dann weiter zum Umeda Skybuilding, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Das ist mittlerweile schon Tradition, denn die Atmosphäre ist immer wieder schön. Genauso wie das Softeis mit Blick auf die Stadt! (Wenn ihr länger bleiben möchtet, solltet ihr allerdings Kopfhörer mitbringen, denn die selben drei Lieder laufen in Dauerschleife…)

Und wenn wir schon beim Essen sind, gleich noch zwei Bilder zum Thema – Einmal nicht sehr hübsch inszenierte Ramen und einmal unglaublich niedliche Backwaren. Fast zu süß, um sie zu essen, oder?

Selbst im Supermarkt oder Conbini einzukaufen, bereitet unglaublichen Spaß in Japan und gehört zu unseren Lieblingbeschäftigungen. Es gibt einfach so viel zu entdecken! Ein bisschen komisch kam ich mir aber doch vor, als ich dieses Foto vom Life-Supermarkt gemacht habe. Ich würde sicherlich auch verduzt schauen, wenn in Deutschland jemand den Edeka fotografiert…

Das Motto für diesen Beitrag lautet wahrscheinlich „Es muss nicht immer Sightseeing sein – wenn ich in meinen Fotoordner schaue, sind dieses Mal gar nicht so viele Bilder in Osaka entstanden. Das finde ich auch gar nicht so schlimm, wir haben die Regentage auch so gut herumgebracht und uns an den vielen alltäglichen Kleinigkeiten erfreut. Und Orte erneut zu besuchen, die man schon kennt, hat etwas herrlich Nostalgisches an sich…

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Jetzt sind die Reiseberichte endlich bald abgeschlossen. Ihr dürft noch auf einen erneuten Besuch bei den Bahnhofskatzen und ein sonniges Hanami gespannt sein 😉

2 Comments

  1. Jennifer Kosche 26. Januar 2018 at 7:06

    Ich wusste gar nicht, dass es einen Neko Atsume Film gibt! Ich wär auch reingegangen, auch wenn ich wahrscheinlich auch nichts verstanden hätte, haha!Dieses Gebäck in Hühnerform ist übrigens wahnsinnig süß. Ich liebe es auch, auf Reisen in die Supermärkte zu gehen und zu schauen, was Einheimische so kaufen. Es muss echt nicht immer die krasse Touristenattraktion sein.

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    1. Alex 26. Januar 2018 at 21:55

      Ich weiß nicht mal, ob die Japaner selbst von dem Film wussten…Er lief nur in einem Kino und dort waren wir dann auch fast allein 🙁 Er war aber auf jeden Fall sehr herzerwärmend und die Katzen megasüß. Allein dafür hat es sich schon gelohnt 🙂

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