Der Monat in Skizzen – Juni (+ ein kleiner Aufruf)

Wenn ich auch sonst nicht sehr oft zum Bloggen komme: den Monat in Skizzen lasse ich mir nicht nehmen! 

Wie war der Juni? 

Ist es zu fassen, das tatsächlich schon Halbzeit bei diesem Projekt angebrochen ist? Einerseits schien mir die Zeit zwischendrin so lang und doch sind 6 Monate am Ende schnell vergangen wie nichts. Der Griff zum Skizzenbuch ist mir mittlerweile so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich leicht gereizt werde, sobald ich mal nur wenig zeichnen kann. Das dritte große Skizzenbuch für dieses Jahr ist begonnen und ich muss mich zurückhalten, nicht noch mehr zu bestellen. Kurz gesagt: ich fühle mich gerade richtig motiviert.

Dazu passt sicherlich auch, dass ich meinen ersten richtigen Auftrag erhalten habe. Es mag zwar nur eine vergleichweise kleine Sache gewesen sein, bereitete mir aber richtig Freude. (Auch wenn ich die meiste Zeit unnötig aufgeregt war…)

Erkenntisse/Reflexionen

Keine Überraschung, aber: Anatomische Grundlagen lernen ist schweeer. Ich war gerade zu Beginn ziemlich überwältigt und wusste gar nicht, wo ich anfangen soll. Um mir das Leben zu erleichtern, nehme ich mir fürs erste den – was auch sonst – weiblichen Körper vor. Dabei gucke ich mir verschiedenste Methoden an und versuche daraus meinen eigenen Weg zu entwickeln. Mein großes Ziel: endlich besser aus dem Kopf zeichnen können!

Für den Umgang mit Selbstzweifeln möchte ich euch einen Artikel von Meike auf Zeichenwut.com empfehlen. Sie schreibt, dass der Überraschungserfolg über Nacht eigentlich nicht existiert, denn dahinter stecken oft jahrelange Arbeit & Scheitern, die niemand sieht. 2-3 Jahre muss man mindestens etwas intensiv verfolgen, bis man sich auf dem Profi-Level bewegt. Wenn diese Rechnung aufgeht, stehe ich immer noch ziemlich am Anfang – ein beruhigender Gedanke.

Lieblingsskizzen

Gesichter! Weil es keinen Monat in Skizzen ohne sie geben kann. Dieses Mal zufällige Porträts von Pinterest. Es ist witzig, wie schnell ich die Frauen runterzeichne und mich dagegen bei den männlichen Gesichtern quäle – Übung ist eben alles…

Sehr unspannendes und ungelenkes Anatomiezeugs – etwas anderes habe ich für den Anfang aber auch gar nicht erwartet.

Ich guckte zum zweiten Mal dieses Jahr den Anime Fullmetal Alchemist:
Brotherhood (#prioriäten). An sich ist diese Seite vielleicht nicht sehr spektakulär, aber ich war zu dem Zeitpunkt so stolz auf mich, dass ich die Figuren halbwegs in meinen Stil übersetzen konnte.



Was das angeht, würde ich gerne eure Hilfe in Anspruch nehmen: Nennt mir doch eure liebsten Charaktere & Figuren aus Serien, Videospielen etc. und ich versuche sie zu zeichnen. Ob Realfilm oder animiert, die einzige Einschränkungen ist das Vorhandensein von Referenzbildern irgendwo im Internet 😉

Ich freue mich auf eure Vorschläge!

2 Comments

  1. Zaungästin 3. Juli 2016 at 17:46

    Das mit der langen, intensiven Arbeit ist das schlimmste. Dazu is meine Frustrationstoleranz einfach viel zu niedrig. Der einzige Grund warum ich den Bachelor durchgezogen habe, war, dass das weniger anstrengend als sich n Vollzeitjob zu suchen war. =D

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  2. Rebecca Kiessus 7. Juli 2016 at 18:48

    Hallo Alex, da sind wieder sehr schöne Zeichnungen dabei und ich freue mich jedes mal wieder Neues vor dir anzusehen. Interessant finde ich dieses mal, das auch dir männliche Gesichter schwerer fallen als weibliche. Bei mir ist das genauso aber das könnte auch daran liegen, dass ich Frauen einfach viel liiieber zeichne:) Deinen Aufruf finde ich toll und da Ghostworld einer meiner Lieblingsfilme ist( im Film selbst gibt es auch jede Menge Zeichnungen), schlage ich einfach mal Enid, Rebecca und Seymour vor …oder Suzanne Grieger-Langer. Sie wollte ich selbst in nächster Zeit mal zeichnen, da ich ihr Gesicht sehr schön und außergewöhnlich finde.viele liebe Grüße

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