Tipp: Das kostenlose Grafikprogramm Krita

Mit dem digitalen Malen und Zeichnen in Photoshop bin ich bis jetzt nie richtig warm geworden, aber Alternativen wie Gimp haben mich ebensowenig angesprochen. Kürzlich stieß ich jedoch durch Jakob auf Krita und muss sagen: ein vielversprechendes Grafikprogramm, das Photoshop in der digitalen Illustration durchaus das Wasser reichen kann!

Was ist Krita und was kann es?

Krita konzentriert sich anders als Alleskönner Photoshop vor allem auf das Zeichnen und Malen am Computer und macht seine Sache dabei ziemlich gut. Es gibt alle gängigen Werkzeuge, Ebenen, Masken und die obligatorische Unterstützung fürs Grafiktablett. Im Funktionsumfang gibt es aber auch einige Besonderheiten wie ein Perspektiventool, Screentone und die Möglichkeit, nahtlose Muster zu erstellen. Das Beste: das alles ist kostenlos! Da es sich um ein Open Source Projekt handelt, kommt dazu noch eine engagierte Gemeinschaft, die Krita ständig weiterentwickelt, neue Pinsel- und Texturenpacks bereitstellt und Einsteigern mit Tutorials weiterhilft.

Gründe, es zu lieben:

Auf den ersten Blick scheint es sich nicht sehr von anderen
Grafikprogrammen zu unterscheiden, aber die Handhabung stellte sich
bereits bei meinem ersten Ausprobieren als sehr intuitiv heraus. Die kleinen Zusatzfunktionen erleichtern Manches, was mich bei Photoshop zur Weißglut getrieben hat.  Referenzbildern lassen sich zum Beispiel ganz einfach integrieren, die Verwaltung meiner Lieblingspinsel klappt super und das Zeichnen einer einfachen geraden Linie ist keine Friemelarbeit mehr. Die Pinselengine ist ebenfalls sehr gut, das Zeichnen fühlt sich sehr natürlich an. Auch wenn ich digital noch einiges zu lernen habe, konnte ich recht schnell gute Ergebnisse erzielen. Das Üben macht mir Spaß, statt mich zu frustrieren!

Und sonst? 

Das einzig Negative sind für mich bis jetzt nur gelegentliche Performance-Probleme, bei denen das Programm kurz hängt oder Pinsel verzögern. Außerdem kann ich immer nur eine Datei offen haben, weil ansonsten Fehler auftreten. Das hat die Freude bis jetzt aber nicht sehr geschmälert. Da Krita ständig verbessert wird, sollten sich diese Probleme auch irgendwann geben. Erst kürzlich wurde etwa erfolgreich ein Kickstarter-Projekt finanziert, das sich unter anderem der Verbesserung der Leistung annimmt. Als nächstes große Erweiterung soll zudem eine Animationsunterstützung kommen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und teste mich weiter durch die Funktionen…

Mein Fazit: Bietet viel für lau und ist damit perfekt für Einsteiger in die digitale Kunst geeignet!
(Alle Beispielbilder in diesem Beitrag sind übrigens von mir. Wer sehen möchte, was Profis in Krita gestalten, kann die Gallerie auf der offiziellen Seite besuchen.)

5 Comments

  1. Jakob 25. Juni 2015 at 21:28

    Wow, deine ersten Versuche sehen ja schon total gut aus!

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  2. Zaungästin 26. Juni 2015 at 15:45

    oh cool. dann könnt ich mich da ja auch endlich mal dran wagen ohne viele euronen auszugeben.

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  3. Melanie 27. Juni 2015 at 10:58

    Vielen Dank für diesen Tipp! Ich bin immer wieder geneigt neue Programme zu testen 🙂 Deine Ergebnisse sind wirklich toll!

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  4. Jenni Ko 29. Juni 2015 at 21:38

    Ich nutze zwar Photoshop, aber kostenlose Alternativen find ich trotzdem spannend. Denn mit Gimp z.B komme ich gar nicht klar. ^^

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  5. gedankenfrei 7. September 2015 at 16:43

    Von diesem Programm habe ich bisher nie gehört. Klingt aber gar nicht so verkehrt. Wenn es mit der Performance ärgerlich wird, probiere mal Manga Studio 5 aus. Wenn du nicht unbedingt den Story-Modus (gedacht für mehrseitige Comics) benötigst, sollte auch die Basisversion reichen. 🙂

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