Die meisten Künstler veröffentlichen ihre Inktober-Tools wohl vor dem Start der Zeichenaktion. Ich wollte meine neuen und alten Stifte, Pinsel und Co aber erst noch einmal gründlich auf Herz und Nieren prüfen, bevor ich eine Empfehlung ausspreche. Und zumindest für den nächsten Inktober habe ich dann schon eine praktische Liste zur Hand ;) Hier also meine persönlichen Favoriten fürs Zeichnen mit Tusche:

 Brushpens

v.l.n.r Pentel Pocket Brushpen, Sakura Pigma Brush Pens
Pentel Pocket Brushpen*: Der Platzhirsch unter den Pinselstiften und das zu Recht! Die Nylonspitze ist unkaputtbar und ermöglicht auch nach zahlreichen Zeichenstunden noch einen präzisen Strich. Der Brushpen erfordert allerdings einiges an Übung, weshalb ich ihn eine Weile links liegen ließ. Zum Inktober habe ich ihn wieder für mich entdeckt: Vor allem für schnelle skizzenhafte Zeichnungen und organisch wirkende Linien macht er sich hervorragend. Komplett mit dem Pentel Pocket Brushpen gezeichnet wurden z.B. dieses und dieses Bild.

Sakura Pigma Brush Pen Set: Das Set aus drei Stiften habe ich euch hier schon einmal ausführlich vorgestellt. Besonders den dünnsten Stift FB setzte ich im Inktober oft für feine Details wie Haare oder Gesichtszüge ein. Leider ist dem Brushpen dann die Tusche ausgegangen, so dass ich unbedingt recherchieren muss, ob er auch einzeln erhältich ist!

Pinsel und Tusche

escoda Versatil Kolinsky Synthetik: Serie 1540: # 1, Rohrer & Klingner Zeichentusche
escoda Versatil Kolinsky Synthetik: Serie 1540: # 1*: Der kleine Pinsel mit dem großen Namen ist meine Entdeckung des Jahres! Bei der Recherche nach guten Inking-Pinseln wurde immer wieder Kolinsky genannt. Das Problem: Es handelt sich dabei um echtes Rotmarderhaar und das möchte ich nicht unterstützen. Wie gut, dass die Firma escoda aus Barcelona eine Synthetikvariante anbietet. Der Pinsel zeichnet wirklich unglaublich präzise, so dass das Tuschen einfach nur Spaß macht! In diesem Video könnt ihr ihn z.B. in Aktion sehen. (Leider habe ich bei meinem Exemplar die empfindliche Spitze versaut, weil ich an einem Abend das Saubermachen vergessen habe ._. Eine Nachbestellung ist sicher!)

Rohrer & Klingner Zeichentusche schwarz: Da eine Flasche bei mir ewig reicht, habe ich keinen Vergleich zu anderen Tuschen. Ich bin allerdings immer mit der Qualität zufrieden gewesen und sehe keinen Grund zu wechseln.

Fineliner

v.l.n.r. Uni-ball eye micro, Copic Multiliner, Sakura Pigma Micron
Uni-ball eye micro: Einer meiner absoluten Lieblingsstifte zum Zeichnen und Skizzieren, weil der Tintenroller im Gegensatz zu klassischen Finelinern viel besser über das Papier gleitet. Noch dazu ist er günstig und unkaputtbar. Die einzige Tragödie: Ich würde mir eine noch feinere Variante wünschen. Während des Inktobers habe ich ihn viel für die Landschaftsbilder benutzt, wie ihr in diesem Video sehen könnt.

Copic Multiliner*: Ein weiterer Klassiker, den es in vielen verschiedenen Stärken gibt. Die Qualität rechtfertigt meiner Meinung nach den höheren Preis.

Sakura Pigma Micron*: Eine beliebte günstigere Alternative sind die Micron Fineliner, die ebenso in praktischen Sets erhältlich sind. Ein robuster Zeichenstift, der mir allerdings ein wenig zu schnell austrocknet. In diesem Inktober habe ich vor allem die dickeren Strichstärken 0.5 und 0.8 schätzen gelernt.

Vorbereitung und Fehlerkorrektur

v.l.n.r. Pilot Color Eno, Uni-ball Signo Broad
Pilot Color Eno Druckbleistift: Alle Vorzeichnungen sind mit diesem Stift entstanden – eine ganze Packung Minen ist während des Inktobers draufgegangen! Mein Review zur Color Eno Reihe findet ihr hier.

Uni-ball Signo Broad: Weißer Gelstift, mit dem ich kleinere Fehler korrigiere. Das Schöne: Diesen Stift gibt es in fast allen Schreibwarengeschäften zu kaufen.


AGPtEK Din A4 Leuchttisch*: Zu guter Letzt noch ein Werkzeug, das meinen Arbeitsprozess deutlich beschleunigt hat. Lichttische sind heutzutage gar keine großen Boxen mehr, sondern praktische Helfer im Tablet-Format. Das flache Design macht sich schön auf dem Zeichentisch und lästiges Durchpausen am Fenster entfällt. Lediglich noch eine weitere Helligkeitsstufe für dickeres Papier hätte ich mir gewünscht.

Welches Tool war euer treuster Inktober-Begleiter?

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