Ich befinde mich gerade in einer Nach-Urlaubs-keine-Lust-Phase, was das Zeichnen und alles andere betrifft und nehme mir eine kleine Auszeit, bevor es im Mai wieder richtig losgehen soll. Also zeige ich euch statt meiner aktuell eher dürftigen Skizzen lieber, was ich in mein selbstgebasteltes Japan-Reiseskizzenbuch gezeichnet habe.


Das gute Stück sieht mittlerweile ganz schön mitgenommen aus, nachdem mein Rucksack bei einem Regenmarsch durch Takamatsu pitschnass geworden ist. Auch sonst hatte die theoretische Vorstellung vom inspirierten Zeichnen auf Reisen mit meiner Reiserealität leider nicht viel zu tun. Gerade in der ersten Woche war ich dank Jetlag froh, abends schnell in den Futon zu krabbeln. Zudem fühle ich mich beim Zeichnen in der Öffentlichkeit immer noch umwohl und irgendwie hatte ich auch gar nicht das Bedürfnis, überall anzuhalten und zu zeichnen ganz zu Schweigen davon, dass ich das meiner Reisebegleitung nicht zumuten wollte.

Das Skizzenbuch ist deswegen nicht voll geworden und manche Skizzen sind äußerst unfertig geblieben. Unzufrieden bin ich deswegen trotzdem nicht. Aber ich habe einen riesigen Respekt vor allen entwickelt, die mit perfekten Reisetagebüchern wiederkommen. Auch das Zeichnen unterwegs will gelernt sein...

Meine Zeichnungen


Die erste Zeichnung ist sozusagen Fanart zu dem ungewöhnlichen Animationsfilm "Miss Hokusai", den ich auf der Hinreise im Flugzeug gesehen habe und der mich sehr beeindruckt hat. Er erzählt in kleinen Episoden aus dem Leben von Katsushika O-Ei, der Tochter des berühmten Künstlers Katsushika Hokusai. Mir hat besonders gefallen, wie das künstlerische Schaffen der beiden dargestellt wurde  – denn sie waren absolut besessen von ihrer Arbeit und diese Hingabe wurde auch deutlich.


Weiter gehts mit zwei "Reden-wir-nicht-drüber-"Zeichnungen. Die erste entsprang meinem Jetlag-vernebelten Gehirn und wurde immer schlimmer, je mehr ich daran arbeitete. Die zweite ist einfach nicht fertig, weil mir die Energie fehlte, die ganzen Katzenstatuen im Hintergrund zu zeichnen...


Diese beiden Seiten gefallen mir schon wesentlich besser! Die zweite Skizze ist der Versuch eines Selbstporträts :)


Neben den Kirschblüten waren auch die Magnolien sehr schön anzusehen.


Eine schöne Anekdote: Bei einer Inseltour trafen wir auf eine Familie, die extra mit Katzenspielzeug und Leckerlis anreiste, um die Streunerkatzen zu bespaßen.


Die Gesichtsmasken sind omnipräsent und auf ihre Weise auch irgendwie cool.


Eine schnelle Skizze zu meinem absoluten Lieblingsbild im Yumeji Art Museum. Es ist in echt überlebensgroß und kommt auf der Postkarte leider bei weitem nicht so beeindruckend rüber!


Was wären meine Skizzenbücher ohne nackte Frauen? Zur ersten Skizze inspirierten mich die ganzen Wasserspiele im Shikoku Village. Die zweite entstand als fixe Studie einer seltsamen Statue in Okayama, bei der sich eine Frau in einen Kranich (?) verwandelt – was wohl die Geschichte dahinter ist?


Zu guter Letzt noch einige Skizzen – und das war es auch schon. 14 Seiten in 17 Tagen ist doch gar keine so schlechte Bilanz!

Lasst mir gerne eure Meinung in den Kommentaren da :)