Kaum bin ich Pinterest beigetreten, stoße ich schon auf den Künstler Ikenaga Yasunari, dessen träumerische Frauenporträts ich heute vorstellen möchte.

Emiko (2010)

Der 1965 geborene Ikenaga arbeitet auf Leinwand mit der alten japanischen Technik des Nihonga, bei der mit Tusche und Mineralpigmenten gemalt wird. Diese Methode verleiht den Bildern sofort etwas Klassisches und Überdauerndes und erinnert mich an die traditionellen Vorbilder. Durch die Motivwahl wird sie jedoch auf einfühlsame Weise aufgefrischt, denn die Porträtierten sind gar nicht so altbacken wirkende junge Frauen.

Natsuko (2012)

Ihre zart erscheinenden Gesichter und Hände stehen im Kontrast zu überbordenden modernen Mustern. Durch diese bewegte Umgebung liegt der Fokus auf der Ruhe in ihren Gesichtsausdrücken. Vereint wird alles durch die gedeckte, erdige Farbpalette, in der keine Farbe heraussticht. Aus diesen Elementen ergibt sich eine zeitlose, zugleich aber auch rätselhafte Atmosphäre. Die Emotionen hinter den stoischen Gesichtern lassen sich nämlich nicht so einfach entziffern.

Mai (2007)

Shima (2007)

Ich mag besonders die Ausdrucksstärke der Hände, sowie die Kompositionen, die sich durch das Zusammenspiel von Linien und Flächen entspinnen. Die Bilder sind nicht nur eine Verbindung von Tradition und Moderne, sondern drücken auch das Nebeneinander von Verletzlichkeit und Erhabenheit aus. Diese feinfühlige Balance in allen Belangen fasziniert mich so, dass ich sie den ganzen Tag anschauen könnte!

Makiko (2010)
 Alle Bilder findet ihr auf der Webseite des Künstlers.

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