In Japan gibt es den Neujahrsbrauch, sich den ersten Sonnenaufgang des Jahres anzusehen, vorzugsweise am Meer oder von einem Berg herab. Dahinter steht der Gedanke, dass alles was im neuen Jahr zum ersten Mal geschieht, etwas Besonderes ist. Dank einer spontanen Reise an die See kam ich am 1. Januar ganz unerwartet zu diesem Vergnügen. Die damit verbundene Faszination kann ich ganz und gar nachvollziehen, denn das Licht und die Stimmung waren wunderschön.

Ich deute dieses Erlebnis einfach mal als kleinen Hoffnungsschimmer für 2015. Es werden einige große Herausforderungen auf mich zukommen, aber ich nehme mir nichts vor, außer mein Bestmögliches zu geben – und nicht die Standards anderer anzulegen.

Weil ihr auch ein bisschen Glück abbekommen sollt, habe ich ein paar der Sonnenstrahlen eingefangen:

Das erste zaghafte Licht und immer noch zu viele Wolken.

Aber sie zeigt sich letztendlich doch noch!

Es hat seinen Reiz, früh auf sein, wenn die meisten Leute noch ihren Rausch ausschlafen. Ansonsten hätten wir auch diese wunderbare Episode verpasst: während unseres Strandspaziergangs liefen plötzlich eine Frau im Wintermantel und ein Mann im Bademantel schnurstracks aufs Meer zu. Sie blieben am Rand stehen, dann ließ der Mann ohne langes Zögern die Hüllen fallen, um feierlich nackt ins Meer zu springen. Auch eine wirksame Art, wach zu werden!


Worauf hofft ihr in den nächsten 12 Monaten?




P.S.: Vielen Dank an Melanie und Jakob für eure Antwortkarten, ich habe mich sehr gefreut!